Darf ich mich vorstellen? Ich bin Leopold Zausel von der Distelbeck. Willkommen in meinem virtuellen zu Hause.

Leider habe ich vor langer Zeit mein Heim verloren und musste eine Zeit lang auf der Straße leben. Aufgrund einer kleinen Fehlfunktion meiner Schilddrüse wurde ich dort sehr krank und brauchte dringend Hilfe. Meine Retter vom Tierschutzverein Groß-Essen e. V. haben nicht lange gefackelt und mich zu sich genommen. Dort wurde ich mit viel Liebe von den Pflegern aufgepäppelt und durfte sogar für ein paar Tage in ein Katerhotel mit VIC*-Zimmer. Die Wirte Bea und Ernst haben mich dort besonders gut behandelt und sich hervorragend um mich gekümmert. Und am 23. Dezember 2011 war es dann soweit: Ich bekam mein neues zu Hause mit eigener Schmuserin und Betreuerin, die nur noch für mich da ist.

Meine Namensgebung war so eine Sache. Da ich im Distelbeckhof in Essen-Katernberg (ein sehr schöner Stadtteil-Name!) gefunden wurde, nannten die Leute im Tierheim mich Distel. Bea und Ernst haben festgestellt, dass ich aussah wie ein Zausel, da ich ziemlich übel vom Tierheim-Frisör zugerichtet wurde. Doch meiner Betreuerin verriet ich meinen vollständigen Namen: Leopold Zausel von der Distelbeck, für Freunde kurz Leo.

*) VIC = very important cat

Montag, 7. Mai 2012

Bitte lächeln

Heute nervt meine Schmuserin mich mal wieder gewaltig!

Ihr sei aufgefallen, dass es keine wirklich schönen Fotos von mir gäbe. Und deshalb wollte sie ein paar Bilder von mir schießen, wenn ich wach bin, da die wenigen Bilder, die mich „schön“ darstellten, mich immer nur schlafend zeigen.

In einem bösartigen Akt der Kunstschaffenden, wie sie sich sieht, griff sie mich heute und setzte mich in den geschlossenen Flur, ohne Chance, wieder in meine Höhle zu laufen. Und dann hielt sie mir dieses Knips-Blitz-Dings ins Gesicht und rief: „Cheeeeeeeese!“ - BIN ICH EINE MAUS?????!!!

Noch total verschlafen und irritiert suchte ich nur einen Ausweg, um von dieser durchgeknallten Frau weg zu kommen.

Nachdem ich mehrfach aufs brutalste von dem Knips-Blitz-Dings geblendet wurde, hatte sie ein Einsehen mit mir und lies mich zurück in meine Höhle kriechen.

Wohl mit einem schlechten Gewissen versehen gab es zur Entschuldigung eine leckere Portion Thunfisch und eine Schmuseeinheit.

Ihr Lieben, ich bin mir sicher, viele gute Eigenschaften und Talente zu haben, doch fotogen bin ich nicht! Aber macht Euch selbst einen Eindruck. Hier sind die Schnappschüsse des Abends.

Ein thunfischiger Gruß,











Leo

Kommentare:

  1. Hallo Leo,
    jeder Kater ist fotogen und du auch. Maunz mal deine Schmuserin an, dass das Blitz-Dings auch ohne Blitz Fotos machen kann. Dann tut das nicht so in den Glubschen weh :-D Mit den zusammengekniepten Augen schaust du ein wenig nach Zombie aus ;-) Wir sehen aber deine wahre Schönheit auch so :-) Testet es einfach aus und sei geduldig - Dosies sind eben schwierig :-D Aber die wollen eben auch mal spielen.
    Schnurrer Engel und Teufel

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  2. Ihr lieben Samtpfoten,

    an und für sich ist Euer Tipp haargenau richtig. Leider bevorzugt der edle Leopold eher das Zwielicht und ist bei "natürlicher" Belichtung eher im Versteck zu finden.

    Leider kann ich Ihn auch nicht an Stellen bringen, die besser beleuchtet sind, da er sehr ängstlich ist und sich nur im gewohnten Umfeld sicher bewegt.

    Aber ich habe mich inzwischen (fast) damit abgefunden. In ihm stecken tausend Geschichten und damit ein Fundus von Bildern, die die Fantasie ausmalen können.

    Ein lieber Gruß und Schmuser,

    Ela

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  3. Hallo ihr zwei,
    schön von euch wieder zu lesen ... und jetzt auch ein paar Fotos ;)
    Mei - und wenn Leo sich nicht fotografieren lassen will dann ist es sein gutes Recht. Der alte Herr kann sich diese Freiheiten schon rausnehmen :-)
    Hauptsache es geht ihm gut und er erzählt uns in der nächsten Zeit wieder ein paar Geschichten :)))
    Viele liebe Grüße schicken euch
    Michaela und die Fellindianer

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